Montag, 19. Dezember 2011

Angekommen in St. Lucia!!!

Vor einer Woche sind wir nach 3.500 Meilen in St. Lucia angekommen. Und diese Woche ist wie im Fluge vergangen. Ja, wir haben viel gefeiert. Als Segler hat man schließlich gesellschaftliche Verpflichtungen. Zur unserer Begrüßung gab es einen Früchtekorb und einen Rumpunsch. Und die Crew der „Eva“ stand am Steg. Also trinken wir erst mal ein Bier zusammen. Nach dem Einchecken schauen wir dann, wer schon alles da ist und werden von allen herzlich begrüßt und beglückwünscht. Gegen Mitternacht wollen wir den Abend mit einem letzten Cockpit-Bier ausklingen lassen, aber die „Endo 2“ müsste bald einlaufen. Mal schnell den Funk eingeschaltet und genau, sie melden sich gerade bei der ARC-Ziellinie. Also, die Handfunke, die große Taschenlampe mit dem Rotlichtaufsatz und natürlich die Tröte unter den Arm geklemmt, ab zum Steg und ein bisschen Budenzauber veranstalten. Dann ist da noch die roll-Call-Party. Die ARC hat Funkrunden organisiert. Das heißt, die Schiffe werden nach ihren Startnummern in Gruppen eingeteilt und teilen sich über Funk zu einer festgelegten Zeit ihre Positionen mit, die jeweilige Wetterlage, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig mit Tipps zu technischen Problemen und welche Köder die größten Fische anbeißen lassen. Das ganze wird moderiert von einem netcontroller, einem Segler aus der Gruppe, der nun zur Party eingeladen hat. Steg C und Getränke sind mitzubringen. Nun sehen wir mal die Leute, die wir bisher nur über Funk gehört haben, lernen unsere nächsten Mitbewerber kennen, mit denen wir um den dritten Platz in unserer Gruppe gerungen haben, die „Engelen“ - ein amerikanisches Schiff mit bayrischer Crew. Dann gab es natürlich noch die große Willkommensparty, die vom Marinabetreiber ausgerichtet wurde. Und die Double-hander-Party, die wir mit einer anderen Crew selbst organisiert haben, weil wir einfach mal alle kleinen Crews kennen lernen wollten. Dazwischen werden immer wieder ankommende Schiffe begrüßt. Am Donnerstag haben wir dann unsere Gäste vom Flughafen ganz im Süden abgeholt. War eine interessante Autofahrt über die Insel, reichlich Serpentinen und für Bärbel das erste Mal auf der „falschen“, der linken Seite fahren. Zusammen mit unseren Gästen, die nach einen 30-stündigen Flug noch etwas müde sind, kaufen wir am nächsten Tag einen Außenborder für das Dinghi, der auch gleich getestet wird. Samstag Abend war dann Preisverleihung. Wir haben in unserer Gruppe den vierten Platz gemacht. Damit sind wir sehr zufrieden!!!! Es gab eine Plakette und einen Gutschein für einen englisch-nautischen Verlag. (Claudia und Inken, ihr könnt euch schon mal auf Buchtransporte zu den Bahamas einstellen ;-) )
Nun ist die ARC 2011 zu Ende. Gestern sind die letzten beiden Schiffe angekommen. Sie mussten auf den Kapverden wegen Reparaturen anlegen und sind daher spät dran. Die anderen Schiffe zerstreuen sich langsam in alle Himmelsrichtungen. Wir werden heute ablegen und noch zwei Tage auf St. Lucia verbringen, bevor wir Richtung Norden weiter segeln.
Für die magere Fotogalerie im heutigen Eintrag müssen wir uns entschuldigen. Das haben wir ein bisschen aus dem Blick verloren. Dafür gibt es einen weihnachtlich-karibischen Film von der Preisverleihungsparty. Aber wir geloben Besserung! Die nächsten Stationen unserer Reise – Martinique, Dominica, Guadeloupe und Antigua – werden wir in Bildern festhalten.


St. Lucia - Bucht vor Soufriere

Obsthändler in der Marina

Die noch reisemüde Crew - Björn, Rolf, Annabelle und Urte

Außenborderkauf, Bärbel füllt Garantiekarten aus

Außenbordertest

ARC - Preisverleihungsparty

Der vierte Platz in der Gruppe G.