Samstag, 31. Dezember 2011

Endlich in der Karibik!

Wer Gäste hat, hat auch ghostwriter und jede Menge Fotos. Rolf und Urte berichten hier von unsem bisherigen Törn von St. Lucia bis Martinique.

Die Anreise nach St. Lucia von Hamburg mit Übernachtung auf dem Flughafen in London war schon spannend. In St. Lucia am Flughafen haben wir einiges zu tun, die helfenden Hände und Taxifahrer abzuschütteln bis Holly und Bärbel dann wie versprochen eintreffen. Beide tragen die blauen Crew-T-Shirts der X-mas-Crew, die Urte für unseren Weihnachtstörn vor zwei Jahren entworfen und erstellt hat. Super! Eine sagenhafte Tour vom Süden bis zur Rodney Bay im Norden folgt. Bärbel fährt echt super auf der linken Seite und quält den Kleinbus, der mit Gepäck und uns allen an der Grenze ist. Nachdem Björn nach einigen Serpentinen vorne sitzen darf, wird auch keiner mehr bergkrank. An Bord geht es nach ein paar Bier und einigem Gesabbel dann fix und fertig in die Falle.

Es ist schon merkwürdig die Kuchenbude aufzubauen um Schatten zu haben. Der Hafen ist noch voll mit den ARC-Teilnehmern und es ist eine tolle Stimmung. Wir lernen auch einige nette Segler aus der ganzen Welt kennen. Am Abend geht es dann in das Dorf Gros Ilets zur Party, auf der auch Einheimische feiern. Mit den ganzen ARC-Seglern eine tolle Mischung und ein wirklich schöner Abend. So langsam kommen wir auch mit dem Klima klar. Trotzdem kann Brötchen holen schon eine schweißtreibende Angelegenheit sein.

Am Samstag ist dann die ARC-Abschlussparty. Wir sind auch eingeladen und reisen mit Kamera bewaffnet im Kleinbus der ARC an, es ist alles super organisiert. Die erste Stunde sind die Getränke frei und nach 45 Minuten ist die Bar leer getrunken. Tja, Segler halt… Die ARC gelobt Besserung.

Die Preisverleihung ist in zwei Teile geteilt, damit man dazwischen noch etwas essen und trinken kann. Im ersten Teil sind Bärbel und Holly dran und dürfen sich den Preis für den 4ten Platz in ihrer Gruppe abholen. Im zweiten Teil dann ein anderes Schiff aus unserem Segelverein, der SVAOe, mit dem ersten Platz in ihrer Gruppe und über alle Cruiser. Mit denen müssen wir dann auch noch feiern. Der Jet-lag schlägt aber jetzt zu und wir hauen schon so gegen zehn ab.

Das kommt aber an sich ganz gut, da um sechs die Sonne schon wieder aufgeht und es morgens echt kühler ist. So langsam wird das unser Rhythmus. Abends früh ins Bett und dann früh aufstehen und das von ganz alleine. In St. Lucia wird, sehr zu Björns Freude, ein Außenborder für das Dinghi gekauft und Holly ernennt ihn zum Dinghi-Skipper. Die erste Testfahrt zum Baden mit vier Personen wird abgebrochen und ein Gewichtslimit eingeführt. An den folgenden Ankerplätzen übernimmt Björn als leichtester den Shuttle-Service zum Land.

Am Montag geht es dann endlich raus aus dem Hafen, für uns alle wurde es jetzt auch Zeit. Am Nachmittag laufen wir in die Marigot Bay ein und machen an einer Muring fest. In dieser Bucht sollen viele Filme gedreht worden sein. Am nächsten Tag geht es eine Bucht südlicher. Zwischen den Pitons (zwei hohen Bergen) liegen wir in einer sehr schönen Bucht und schnorcheln. Echt tolle Fische gibt es hier. Am Nachmittag geht es per Dingi für vier Leute an Land und dort in einer Hotelanlage durch einen Regenwald-Pfad. Das ist schon komisch die Pflanzen zu sehen, einige kommen einem bekannt vor. Bis man dann merkt, das man sie als Zimmerpflanzen kennt. Hier sind sie aber einige Meter hoch!

Zum Sonnenuntergang sind wir dann an der Bar und trinken einen Planters-Punsch. Danach torkeln wir zum Dinghi.

Am Mittwoch machen wir uns auf nach Martinique, bei guten 25 Knoten Wind ein 50 Meilen Törn. Björn hat Befürchtungen wegen Seekrankheit und steuert daher die ganzen 10 Stunden. Auf dem Weg werden die Segel immer kleiner und wir anderen alle wegen der Wellen immer feuchter, die Abkühlung tut aber echt gut. In Martinique wollten wir erst in den Süden. Schaffen es wegen des Windes aber nicht und Ankern erst einmal in einer Bucht gegenüber von Fort de France.

Am nächsten Tag geht es dann in den kleinen Hafen von Pointe du Bout. Dort werden zwei Autos gemietet und die Insel erkundet. Martinique erscheint im Süden und Westen von Landwirtschaft geprägt mit vielen Bananen- und Zuckerrohr-Plantagen. In diesem Zusammenhang besichtigen wir auch die Rum Destille Clement inklusive Verköstigung der volljährigen Nicht-Fahrer.

Nach einem Großeinkauf im Supermarkt mit europäischem Standard haben wir am Samstag dann unser Weihnachtsmenü. Nachmittags das obligatorische Weihnachtsbaden am nahen Strand mit Schnorcheln. Hier kommt man sich wie in einem tropischen Aquarium vor. Beim Menü sind fünf Gänge dann Pflicht. Die kleinen Geschenke führen zu einer spontanen Party auf dem Steg mit Catwalk von Holly zu Bob Marley. Nach so viel Trubel am Weihnachtstag, brauchen wir erst einmal wieder eine Pause zum Schnorcheln in der nächsten Ankerbucht.

Wir treffen dort noch ein Stader, dem wir 5l Diesel verkaufen und sehen ihn danach mit seinem Boot voll auf Grund fahren. Hafenkino erster Güte! Und wir haben nix dazu bezahlt! Aber wir sind ja fleißig und helfen, wenn es geht, leider haben die sich echt eingegraben… Aber wir sehen uns bestimmt in Hamburg wieder.

Am Montag sind wir dann nach St.Pierre gesegelt. Eine kleine nette Stadt im Norden von Martinique. Vier von der Crew macht sich auf einen langen Spaziergang, ins Landesinnere, mit Biologie-Unterricht. Was wächst wo? Und was ist das da? Mit vielen gefundenen neuen Dingen, Früchte, Blätter, kommen wir müde zurück und müssen erst einmal baden.

Morgen geht es dann weiter nach Dominica.

Bevor es los geht, warten an der Tankstelle.

Urte spleißt noch schnell ein Auge am Ankergeschirr.

Dann werden alle Tanks und Kanister gefüllt.

Björn beim Gennaker setzen.

Die Einfahrt zur Marigot Bay.

An einer Mooring in der Bucht.

Der nächste Ort Soufriere von oben.

Unsere nächste Ankerbucht zwischen den Pitons.

Badezeit

Dinghizeit

Mit dem Dinghi an den Strand fahren, ist nicht so einfach.

Der Regenwaldpfad.

Viel grün ...

... und viel Geckos.

Blick zum Piton

Die Hotelbar

Zurück geht es besser vom Dinghisteg aus.

In der Dämmerung kommt ein Kreuzfahrtschiff in die Bucht.

Am nächsten Tag geht es weiter.

Wir verlassen die Pitons und St. Lucia.

Auf nach Martinique.

Björn steuert bei ordentlich Wind.

Martinique - viel Regen, viel Regenbögen.

Holly startklar zur Inselrundfahrt.

Hier kaufen wir Zuckerrohrsaft.

Es geht vorbei an Bananenplantagen ...

... und Zuckerrohrfeldern.

Wir erkunden die Orte ...

... und entdecken interessante Friedhöfe.

Die Gräber liegen kreuz und quer.

Verziert mit Bildern, Tafeln und ...

... knallbunten Plastikblumen.

Wir besichtigen die Destille "Clement".

Im Garten gibt es tolle Bäume.

Bismarck-Palme.

Rumfässer bereit zum Transport.

Hier lagern sie - ein unglaublich aromatischer Rumgeruch in der Halle.

Monsieur Clement

Fässer für den Zuckerrohrsaft.

Mit Dampfmaschinen wurde das Zuckerrohr ...

... ausgequetscht und die Destille betrieben.

Je höher der Dampf, desto mehr Alkohol enthält er.

Austoben an alten Gerätschaften.

Monsieur Clement wohnte hier, ...

... tafelte hier und ...

... stellte hier sein Rumglas ab.

Wir finden einen tollen Krimskrams-Laden.

Bananenschneider von Fackelmann

Die X-mas-Crew - früh am Heiligabend.

Bescherung - Touri-Prospekte dienen als Geschenkpapier.

Die Geschenke sind bordgerecht, ...

... d.h. klein und handlich.

Na, was da wohl drin ist?

Wir machen einen Spaziergang zu einem Hotel ...

... mit Pool und Blick auf die Ankerbucht.

Die X-mas-Crew - spät am Heiligabend.

Nächster Tag - ankern und baden.

Ankern vor St. Pierre im Norden von Martinique.

Immer wieder Angelversuche, bisher erfolglos.

Bärbel lernt den Diamantknoten für die Tauwerksschäkel.

Wanderung: Können wir diese Bambusstangen noch an Bord
gebrauchen? Ausleger? Spibäume? Verlängerung der Wasserlinie?

Bananenstaude

Papayabaum

Avocadobaum

Wunderschöne Blüten


Riesige Grünlilie.

Pinker geht´s nicht.

Carambola-Sternfruchtbaum

Brotfruchtbaum


Innen ist eine klebrig-weiße Flüssigkeit.