Dienstag, 3. April 2012

Bahamas, die 1.

Was gibt es Neues zu berichten? Wir sind in Nassau auf den Bahamas.

Nach unserem abenteuerlichen Aufenthalt in Samana segeln wir entlang der Nordküste nach Luperon. In der Lagune dort verbringen wir ein paar schöne Tage und beschließen die Domini­kanische Republik im nächsten Jahr noch einmal mit mehr Zeit zu besuchen. Wir haben mal eine Karte mit der Route als Foto unten eingestellt.

Dann geht’s weiter auf die Bahamas. Ein etwas ruppiger Nachttörn bringt uns mit viel Re­gen und Winden zwischen 8 und 28 Knoten, das mag die Windsteueranlage gar nicht, also mit viel steuern, nach Great Inagua. In dem kleinen Ort Matthew Town klarieren wir ein. Der Zoll ist sehr freundlich. Wir werden mit dem Pick-Up vom Hafen abgeholt und zurück gebracht.

Die Inseln sind ganz anders, platt wie Pfannkuchen mit ganz hellem Sand, so dass bei dem trockenen Klima hier alles mit weißen Staub bedeckt ist. Das Wasser ist türkisblau und kris­tallklar. Es wird wieder englisch gesprochen und mit Dollars bezahlt, Bahamian Dollars und US Dollars. Da der Kurs 1:1 ist, kommt alles in eine Kasse und wird auch gemischt ausgegeben. Die Bahamas waren eine britische Kolonie. Daher stammen noch die vielen schicken Uniformen der Schüler und der Streifenpolizisten. Wirtschaftlich sind sie deutlich an die USA gebunden. Vieles, nicht nur die Touristen, kommt von dort, z.B. die Autos. Hier gilt aber Linksverkehr. Macht nix, fahren eben die Linkslenker links. Das irritiert. Man weiß nicht in welche Richtung man beim Überqueren der Straße gucken soll.

Nach unserem kurzen Stopp in Matthew Town geht es fast direkt weiter nach Nassau. Wir segeln 48 Stunden durch die Inseln, von denen man kaum etwas sieht, da sie so flach sind, und ankern vor der Insel Highbourne Cay. Zum Glück haben wir uns noch Detail-Pa­pierkarten besorgt. Wegen der vielen Steine, Riffe und Sandbänke ist die Navigation nicht ganz einfach und man muss sich vorsichtig in die Bucht tasten. Das letzte Stück bis Nassau müssen wir deshalb auch bei Tageslicht segeln um die Korallenköpfe der Yellow Bank erkennen und umfahren zu können.

Die Einfahrt nach Nassau geht vorbei an großen Häusern und großen Schiffen. Wir su­chen uns einen Ankerplatz, da die Marinas mit 80 Dollar die Nacht unser Budget spren­gen. Das Preisniveau steigt. Schon für das Cruising Permit, die Befahrenserlaubnis, mussten wir 300 $ zahlen.

Das touristische Angebot wird geprägt durch die „Kreuzfahrer“. Bis zu sechs Pötte legen hier täglich an, geschätzt 10-15.000 Passagiere. Und die wollen beschäftigt werden, mit organisierten Ausflügen, Juweliergeschäften und McDonalds. Da gibt es den Vergnügungspark „Atlantis“ auf der gegenüberliegenden Insel „Paradise Is­land“. Auch mit einer Marina und Spielsalon. Interessant anzuschauen, aber nicht wirklich attraktiv für uns. Wir nehmen da lieber die local busses, die hier Jitneys heißen, und gondeln durch die Gegend, für 1.25 $.

Außerdem kümmern wir uns um unser US-Visum, das wir hier in der amerikanischen Botschaft beantragt haben. In Deutschland war uns die Zeit knapp geworden und wir hatten es nicht mehr geschafft. Am Gründonnerstag morgens um 6.45 Uhr dürfen wir zum Interviewtermin erscheinen. Na, da sind wir mal gespannt.

Ostersonntag erwarten wir dann unsere Gäste und werden gemeinsam die Inseln erkunden. Es sind also weitere Bahamas Berichte und Fotos zu erwarten.

Bis dahin wünschen wir allen frohe Ostern!

P.S. Ich hätte nie gedacht, dass man den Osterhasen und die mit Ostereiern geschmückten Sträucher mal vermissen würde. Doch! :-(((

Unsere Route von den British Virgin Islands zu den Bahamas.

Bahamas - Detailkarte für Highbourne Cay

Luperon - die neue Hängematte wird getestet.

Natürlich mit zünftiger Kopfbedeckung.

Einfahrt nach Nassau.

Große Häuser - große Schiffe.

Hinten Atlantis - vorne Harbour Side.

Holzhäuser in den Farben der Bahamas -
Wasser, Himmel, Sonnenuntergang.

Kontrastreich und auch schön.

Die Kreuzfahrer kommen.

Noch fahren sie - Costa.

Gut belegt mit sechs Schiffen - Blick von unserem Ankerplatz.

Ein Bagger wirbelt den Grund auf und das Wasser wird türkis.

Der Tankwart hat viele gute Tipps für uns.

Schicke Schuluniform.

Noch mal Atlantis von unserem Ankerplatz aus.

Und die Atlantis Marina für große Motorboote.

Sehr schöne Anlage.

Sehr schöne Schiffe.

Künstlicher Sprühregen im Cockpit, damit es nicht zu heiß wird.

Das Casino.

Seepferdchen an der Fassade.

Die Wasserlandschaft ...

... des Vergnügungsparks.

Auch alte Kreuzgänge gibt es auf Paradise Island.

Mit schönen Gärten ...

... und Blick aufs Wasser.

Die Queen wird gefeiert.

Auch keine Seltenheit hier.