DANKE für Euren Besuch und Eure Unterstützung!!! Hier an Bord - wir haben nun jede Menge Taklinge, Tauwerksschäkel, gepolsterte Relingsdrähte, einen eingebauten Isolator, Spleiße ...... und in Hamburg als Bodenstation mit Postbearbeitung, Paketversendung und vielem mehr.
Hier nun der letzte Bericht von Urte zu unserem gemeinsamen Törn:
Auf dem Törn von Guadeloupe nach Antigua wird die Schleppangel wieder ausgeworfen. Wir sind guten Mutes heute den ersten eigenen Fisch zu ergattern! Es war so ein schöner Trip, Sonne, Wind in Maßen und leider kein Fisch. Björn wird wohl in heimischen Gewässern mal üben…
Wir segeln direkt auf English Harbour zu. Schroffe Felsküste, aber dann in der Einfahrt zum Hafen der erste fast weiße Barcardi Strand. Wir sind begeistert! Wir legen (fast) direkt neben Mega-Yachten an. Rückwärts mit Anker fallen lassen ist auch neu. Wir meistern es gemeinsam und können gleich alle Einreiseformalitäten und Hafengebühren erledigen! Sehr mondän der Ort, der den Briten als Ausrüstungs- und Reparaturstandort für ihre Karibikflotte gedient hat, aber von Hauptsaison spüren wir nix. Wir bleiben zwei Tage und wollen die Gegend anschauen. Schnell merken wir, dass wir in dem „billigen Hafen“ liegen. Sozusagen nebenan, da liegen die Yachten die oben rot tragen müssen, damit sie die Flugzeuge nicht verwirren…. Zum Glück fühlen wir uns dort, wo wir sind aber sehr wohl!
Ausflugstag! Prima! Holly und Bärbel wollen den Schiffshändler im anderen Hafen überfallen und Rolf und ich, wir wollen ein bisschen laufen und uns die Gegend ansehen. Nach einem langen Blick in den anderen Hafen und auf die Yachten dort, probieren wir einfach mal den Weg am Wasser weiter. Zwischendurch geht es immer mal bergauf, was bei diesen Temperaturen schon eine kleine Herausforderung ist. Barcardi Feeling, das ist der Stand den wir – entdecken! Wunderschön, mit Palmen und super weißem Sand. Wir haben leider kein Badezeug dabei und es sind zu viele andere da, um mal kurz zu baden. Nach einem kühlen Drink in der Bar machen wir uns auf den Rückweg. Da sehen wir ein Schild mit dem Hinweis eines Fußweges - 1 mile bis English Harbour. Klar gehen wir da lang! Schnell wird klar, mit Flipflops ist es noch schwieriger die Berge rauf zu kraxeln. Aber wir werden mit tollen Panorama-Blicken belohnt! Alle Anstrengungen haben sich gelohnt und so kommen wir Hügel für Hügel unserem Ziel näher! Leider achte ich nicht mehr so auf den Weg, als wir den Hafen von oben sehen. Ein Stein - der Zeh steht ab und tut einfach nur höllisch weh. Die restliche Strecke ist auch noch sehr steil, aber irgendwie bekommt mich Rolf da runter. An Bord zurück holt Björn erst einmal Eiswürfel aus der nächsten Bar! Warum haben wir das noch nicht früher gemacht? Dann kann man auch wunderbare Cocktails selber machen und schlürfen… Gegen Abend besuche ich noch den heimischen Doc und der Zeh bekommt Tape und einen wunderbaren Aircase-Schuh zum Segeln… Leider kann ich jetzt nicht mehr so aktiv am Leben teilnehmen… werde von allen aber sehr bestimmt am laufen oder bewegen gehindert.
Jolly Harbour ist unser nächstes Ziel und viel zu schnell erreicht. Hier gibt es einen großen Laden und der Einkauf wird an Bord geliefert. Mit Strom und Wasser können wir mal wieder ein bisschen bauen. Der mitgebrachte galvanische Isolator ist jetzt eingebaut und soll die E-Ströme von Land an Bord regulieren. Nebenan gehen wir am Strand baden, das erste mal im Muschel-Sand. Berauschend…
Wir segeln zur Deep Bay weiter. Barcardi Feeling! Oder fast, es ist nicht viel am Strand los, aber es ist auch schon spät. Morgens versucht Rolf ein paar Brote zu kaufen und kommt mit bescheidenen Scheibchen aus einer großen Hotelanlage wieder. Im Frühstücksraum ist nur ein Tisch besetzt, allerdings ist alles gedeckt! Wir frühstücken und schwimmen dann zum Strand. Weiß! Mit vielen Muscheln! Leider können wir nichts sehen beim Schnorcheln durch die vielen kleinen Schwebstoffe der Muscheln, aber das macht das Wasser so wunderschön GRÜN! Wir verbringen ein paar Stunden am Strand und schwimmen dann zurück.
Am nächsten Tag fahren wir und Bärbel in die Hauptstadt St. John´s. Morgens beim Weg durch die Hotelanlage werde ich gleich von der Security aufgehalten. Ich verweise auf meinen riesigen Schuh und das wir ein Taxi suchen. Es klappt und sie rufen sogar ein Taxi für uns! St.John´s ist Kreuzfahrermäßig völlig überlaufen. Hier zählt nicht die heimische Währung, sondern nur Dollars. Es ist interessant, anders als Dominica, nicht so viel Musik, aber zum Teil aggressivere Verkaufsstrategien. Wir shoppen und lassen uns ein bisschen durch die Stadt treiben. Nach dem Besuch eines Gemüsemarktes und eines kleinen Supermarktes nehmen wir wieder ein Taxi zurück. Vorbei an den zwei großen Kreuzfahrern, die dort liegen. Im Hotel haben wir einige Probleme einfach durch zugehen. Sie wollen uns aus Sicherheitsgründen nicht durchlassen. Rolf sabbelt sich einen ab und verweist immer auf meinem exorbitanten Schuh. Irgendwann dürfen wir durch und Anna und ich schwimmen zum Schiff, da Holly nicht auf unsere Funke reagiert - kann er auch nicht, da er schläft… In dieser Bucht sehen wir ganz viele Schildkröten um unser Boot herum, immer mal wieder und wunderschön!
Am nächsten Tag geht es in den Norden eine Bucht weiter. Dort liegen wir vor zwei Hotelanlagen für „all inclusive“. Wir werden mit der NOW schnell zur Wendemarke für Jet-Skis. Auch vor treibenden Hobiecats müssen wir uns in Acht nehmen! Am Nachmittag geht es an den Strand. Dort wird dann die diesjährige Jollensaison eröffnet als Björn, Annabelle und Rolf auf einem Hobie Cat segeln gehen. Am Abend gibt es dann noch ein Essen am Strand beim lokalen Mexikaner. Nach einer unruhigen Nacht geht es nach Jolly Harbour zurück. Endlich haben wir einen Gennaker Kurs und reizen auch dort alles aus. Super - auch der Posten ist damit abgehakt. Wir gehen noch einmal einkaufen und finden Holzkohle, die schon getränkt ist und die man direkt anzünden kann! Es wird ein sehr netter Abend mit Grillen und Cocktails an Bord! Spät reservieren wir noch unsere Flüge und dann geht es ausnahmsweise mal etwas später in die Falle.
Frisches Brot zum Frühstück, und dann hauen Bärbel und Holly lieber ab während wir packen… Die drei schweren Taschen sind fertig und wir gehen noch ein letztes Mal schwimmen. Es fällt schon schwer. All solche kleinen netten Dinge, die man hier draußen machen kann, sonnen, Haare trocknen, den Wind spüren, Hafenkino erleben, das Panorama genießen, einen Punsch trinken, entspannen… all das wird uns fehlen! Bestimmt! Auch wenn wir ein bisschen neugierig sind auf Hamburg, aber wirklich nur ein bisschen… Für uns war´s ein wunderschöner Urlaub! Danke Euch beiden, das ihr das sooo lange mit uns ausgehalten habt. Zu sechst fast einen Monat auf 36 Fuß ist schon eine Herausforderung! Wir wissen es! Gelernt haben wir auf diesem Törn viel, an Seemannschaft und auch viele Dinge, die das Segeln betreffen. Wir wünschen Euch für die Zukunft einen weiteren guten Weg, mit vielen interessanten Leuten und Dingen, die Ihr dabei erleben dürft. Bleibt neugierig, auf Land und Leute, die Ihr jetzt allein oder mit anderen Crews bereist.
| NOW in English Harbour - das kleine in der Mitte. |
| Unsere Nachbarn. |
| Björn´s Lieblingsschiff. |
| Die Einfahrt zum Hafen und den Ankerplätzen. |
| Die Bucht liegt sehr geschützt vor Hurrikans ... |
| ... und anderen Gefahren. |
| Das alte Fort der Briten. |
| Neben dem Hafen gibt es viele Ankerlieger. |
| Die wirklich großen Schiffe liegen im Nachbarhafen. Man achte auf den gut verpackten Helikopter. Kein Einzelfall hier. |
| Schöne Landschaft, ... |
| ... steile Wege und ... |
| ... die neue Schuhmode an Bord. |
| Zum Glück ist die Bar und das Eis nicht weit. Das Foto wurde aus dem Cockpit gemacht. |
| Five Islands vor der Einfahrt nach Jolly Habour. Ohne Retuschierung - Ehrenwort! |
| Nach dem Einkauf stärken wir uns mit einer klitzekleinen Torte. |
| Deep Bay |
| NOW fast ganz alleine. |
| Ausflug in die Hauptstadt St. John´s. |
| Bunte, alte, brüchige, moderne Fassaden nebeneinander. |
| Auch die Geckos legen hier mehr Farbe auf. |
| Die Crew und Dr. Vere Bird, Zuckerrohrarbeiter, Gewerksschaftschef und dann Premierminister von Antigua und Barbuda. |
| Heute sind nur zwei Kreuzfahrer im Hafen. |
| Bequem unterwegs, da die achteren Relingsdrähte jetzt gepolstert sind. |
| Dickinson Bay, die Jollensaison beginnt. |
| Und los mit dem Hobie Cat. |
| Der letzte Abend in Jolly Harbour mit Grillen und Cocktails am Steg. |